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Kleine Faserkunde

Unbehandelte Naturfasern

Als unbehandelte Naturfasern dürfen nur Garne bezeichnet werden, die keine Kunstharz- und keine chemisch-synthetische Veredelung/Chemieausrüstung erhalten haben, wie z.B. Antifilz- (Superwash-), Knitterarm-, Antistatik-, Antischmutz-, Maschenfest-, Mottenecht-Ausrüstungen und Mercerisierung, und die weder gebleicht noch gefärbt wurden.

KbA Baumwolle - Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau

Baumwolle, die ohne Verwendung von Chemiedünger und synthetischen Pestiziden angebaut wird. Sie wird von Hand geerntet, das heißt, es werden keine chemischen Entlaubungsmittel gespritzt. Angebaut wird in Mischkultur und Fruchtfolge. Zertifiziert wird die Baumwolle von unabhängigen Instituten. Der kontrolliert biologische Anbau verbietet genetische veränderte Organismen und setzt grundsätzlich keine Chemie ein. Mit Hilfe von Düngemitteln wie Mist und Mulch werden dem Ackerboden natürliche Nährstoffe zugeführt. Schädlinge werden mit ungefährlichen Mitteln wie Duftlockstoffen bekämpft, das Unkraut wird mechanisch gejätet. Der Bauer bekommt das Prädikat "kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle" zudem nur dann, wenn er seinen Boden mindestens drei Jahre lang chemiefrei bestellt hat. Anschließend erfolgt eine jährliche Kontrolle von unabhängigen Instituten.

Konventionelle Baumwolle

Konventionelle Baumwolle wird in großflächigen Monokulturen angebaut. Dadurch ergibt sich eine hohe Anfälligkeit gegen Schädlinge und Krankheiten. Das Saatgut ist oft genmanipuliert oder chemisch behandelt. Es ist ein massiver Einsatz von Kunstdünger nötig, weil der Boden stark ausgelaugt wird. Es entsteht eine hohe Belastung von Mensch und Umwelt durch Pestizide, die durch intensive Spülung ins Grundwasser gelangen. Es besteht die Gefahr chemischer, toxikologisch kritischer Rückstände auf den Fasern und dem fertigen Textil.

KbT - Kontrolliert biologische Tierhaltung

Dies beeinhaltet artgerechte Tierhaltung und Fütterung und den Verzicht auf Masthilfsmittel. Die Tierarten sind an die Klima- und Lebensbedingungen der Region optimal angepasst. Bei kbT-Schurwolle wird beispielsweise konsequent auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet. Dies gilt sowohl für die Tiere, als auch für den Boden, auf dem die Tiere grasen. Durch den Kreislauf gesunder Boden, gesunde Pflanzen werden die Tiere widerstandsfähiger gegenüber dem Parasitenbefall und benötigen in der Folge keine chemische Schädlingsbekämpfung. Die Zertifizierung erfolgt auch hier durch unabhängige Institute.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1] Greenpeace über Öko-Label http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reportage.php?repid=2059