Bio Dünger

Bio Dünger – für einen gesunden Garten

Alle, die nachhaltig gärtnern wollen, müssen außerdem auch richtig düngen. Hierzu einen Dünger verwenden, der Bio ist, hat viele Vorteile. Besonders wichtig ist es, dass alles, was aus dem Garten auf den Tisch kommt, immer frei von schädlichen Stoffen aller Art ist. Biologisch düngen ist mehr als ein Trend, denn schon seit vielen Jahren steigen immer mehr Hobby- und Profigärtner auf die natürliche Düngung ihrer Pflanzen um. Selbst im Gartenmarkt ist die biologische Variante zu finden, die allerdings mit Vorsicht zu genießen ist.

Was macht diese Düngung aus? Wie sehr ändert sie die Qualität von den angebauten Gemüsesorten, den Kräutern oder dem Obst? Viele, die einen Garten oder einen Balkon haben, interessiert besonders folgende Frage: Wie sieht die Zusammensetzung des natürlichen Düngers eigentlich aus?

Die ideale Zusammensetzung

Generell gilt: Bio Dünger kann aus organischen Abfällen, aber auch aus Tierkot bestehen. Kompost, also verrottete Teile von verschiedenen Pflanzen, ist der wohl bekannteste Dünger dieser Art und einfach ideal, um biologisch zu düngen. Mist und Gülle sind ebenso Bio und für den Garten geeignet, dazu gesellen sich vielfach noch Hornmehl oder Hornspäne, die jedoch nicht immer eine gute Wahl sind. Alle pflanzlichen Ausgangsstoffe haben in der Regel eine sehr niedrige Belastung in Bezug auf Schwermetalle, im Gegensatz zu tierischen Resten.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist, dass die pflanzlichen Ausgangsprodukte weder mit Antibiotika noch mit Hormonrückständen belastet sind. Damit minimiert sich zugleich die Gefahr der Entwicklung von resistenten Bakterien und Keimen im Garten. Dies wirkt sich letztendlich auch auf das Obst und Gemüse und somit auf die Menschen aus, die diese Produkte essen. Eine andere Gruppe der biologischen Düngung sind Mikroorganismen, die ausgebracht werden, um etwa die Aufnahme von Nährstoffen bei Pflanzen zu verbessern. Mit Blaualgen, Azotobacter oder Rhizobien wird zudem die Zersetzung von Pflanzen im Boden aktiv unterstützt.

Wie wirkt der biologische Dünger?

Welche Wirkleistung soll mit diesem Dünger eigentlich erzielt werden? Da sind beispielsweise die Verbesserung des Bodens und die Belebung der Lebewesen, die dort zu Hause sind. Der Aufbau von Humus ist ein weiterer Grund, sich für eine biologische Düngung zu entscheiden. Dazu kommt eine effektive Stärkung der Pflanzen, die gesund wachsen können. Wer seine Pflanzen mit rein biologischen Mitteln düngt, sorgt ferner dafür, dass der Boden mehr wichtige Nahrung bekommt und dass sich Mikroorganismen und Regenwürmer dort wohlfühlen.

Mikroorganismen sind sehr wichtige Nährstoffe, die unter anderem auch den Wurzeln der Pflanzen helfen können. Die organische Substanz in der Düngung baut wertvollen Humus auf, was wiederum für einen besseren Wasserhaushalt des Bodens sorgt. Die Pflanzen bekommen immer ausreichend Wasser und falls es einmal stark regnen sollte, dann steht nicht sofort der ganze Garten unter Wasser. Dies ist auf die verbesserte Struktur des Bodens zurückzuführen und garantiert eine immer fruchtbare Grundlage für alle Gartenpflanzen.

Viele Vorteile

Alle, die in ihrem Garten einen tonigen oder lehmigen Boden haben, sind gut beraten, einen Bio Dünger zu verwenden, da er den Boden durchlässiger macht. Ist der Boden hingegen eher sandig, dann biologischer Dünger dafür sorgen, dass der Boden das Wasser lange hält. Im Unterschied zu rein mineralischen Düngemitteln setzt die Bio Variante die Nährstoffe deutlich langsamer frei, was jedoch für die Pflanzen nicht von Nachteil ist.

Diese langsame Freisetzung des Düngers sorgt für eine Langzeitwirkung und alle wichtigen Nährstoffe werden nicht so schnell aus dem Boden geschwemmt. Biologische Düngemittel enthalten die gleichen Nährstoffe wie die mineralische Form, der Unterschied liegt in der Menge der Nährstoffe.

So bleibt der Rasen gesund

Der Rasen ist in vielen Gärten so etwas wie der Hingucker und sollte daher entsprechend gesund sein. Damit der Rasen das ganze Jahr über schön bleibt, ist es wichtig, schon sehr früh mit dem Düngen zu beginnen. Dabei sollten die Gartenbesitzer darauf achten, dass das Düngemittel den Boden aufbessert, damit der Rasen danach das ganze Jahr über ausreichende Nährstoffe zur Verfügung hat. Ebenso wichtig wie der Bio Dünger ist, dass der Rasen stets genug Wasser bekommt und in regelmäßigen Abständen gemäht wird. Wer einen dichten, vollen und kräftigen Rasen haben möchte, sollte bis zu dreimal im Jahr düngen.

Die erste Düngung im April, dann Ende Mai und schließlich ein letztes Mal im August. Mit einem Bio Dünger wird der Rasen optimal für die Gartensaison vorbereitet und wächst den ganzen Sommer hindurch. Die letzte Düngung im August stärkt den Rasen dann für den Winter und sorgt für eine Langzeitwirkung, ohne dass sich Unkraut bilden kann.

Wie sollte Gemüse gedüngt werden?

Geht es um das Düngen von Gemüse, dann ist es den meisten Gartenbesitzern sehr wichtig, komplett auf Chemie zu verzichten. Geht es um einen Langzeitdünger, dann hat sich Schafwolle bestens bewährt. Die Wolle ist ein ausgezeichneter Wasserspeicher und sie lockert zudem den Boden auf. Eine andere gute Idee ist es, einen Komposthaufen anzulegen. Alle Abfälle aus der Küche und auch die Reste von Pflanzen landen auf dem Kompost, der ein sehr guter Bio Dünger ist. Obwohl es vielleicht komisch klingt, selbst Kaffeesatz ist optimal geeignet, speziell als ein biologisches Düngemittel für Tomaten.

Als guter Bio Dünger sind Brennnesseln und Ackerschachtelhalm bekannt, die zu einer Art Jauche verarbeitet werden und alle Grundstoffe enthalten, die das Gemüse im Garten braucht. Wer auf dem Land wohnt und einen Bauernhof in der Nähe hat, sollte nach Kuh- oder Pferdemist fragen, die ebenfalls ein hervorragendes Düngemittel für Tomaten darstellen. Tomaten sind sogenannte Starkzehrer, die sehr viele Nährstoffe brauchen, damit sie sich optimal entwickeln können.

Video: Kaffeesatz als Gemüsedünger (biologischer Dünger / Bio Dünger)


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Fazit zum Bio Dünger

Wer einen wirklich guten Bio Dünger haben möchte, sollte ihn selbst herstellen. Dies ist die sicherste Methode, denn die Düngemittel, die angeblich rein biologisch sind, erweisen sich vielfach als falsches Werbeversprechen. Neben dem bekannten Kompost dienen außerdem viele Pflanzen, die oft als Unkraut angesehen werden, als erstklassiges Düngemittel. Fenchel etwa hat seine sehr gute Düngewirkung, ebenso wie die Kamille, die die Pflanzen stärkt und Fäulnis verhindert. Löwenzahn ist reich an Calcium und Kalium, ebenso wie die Schafgarbe, die zudem noch viel Kieselsäure enthält. Beinwell enthält viel wertvollen Stickstoff und eignet sich daher gut, um Blätter zu düngen. Hobbygärtner, die sich für den Kompost entscheiden, können Küchenabfälle wie Kartoffelschalen ebenso kompostieren wie den Rasenschnitt oder den Kaffeesatz und die Eierschalen, die viel Kalk enthalten.

Bild: @ depositphotos.com / kozzi2

Matthias
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